wer entscheidet hier?


 

 
 
 
 

Als Designer visueller Kommunikation ist es von Bedeutung, wer der Entscheider für die Arbeit, die man erbringt, sein wird. Wie sind die Entscheidungswege, sind es lange oder kurze, emotionale oder rationale? Das darf auf die Arbeit selbst keinen Einfluss haben, jedoch auf ihre Präsentation und die Vermittlung. Also heißt es, sich auf den Menschen einzulassen, auf den man trifft, jedoch nicht für ihn zu gestalten.

Gestaltung muss der Aufgabe selbst folgen und der eigenen Idee und Überzeugung, nicht dem Menschen, auf den man trifft. Das ist leichter geschrieben als dann auch umgesetzt. Es braucht aber diesen Mut für die eigene Vorstellung zu kämpfen, wenn eine gute Designleistung das Resultat sein soll.

Marketing ist Unternehmersache heißt es und viele engagierte Mittelständlerwissen darum. Wir hatten fast ausschließlich mit den Inhabern zu tun und einige waren sehr emotionale Menschen, jedoch mit einem feinen Gespür, was für ihr Unternehmen richtig ist, aber auch mit einer Verhaftung im Traditionellen oder Gewohnten. Es war schwer, mit neuen ungewohnten Sehweisen oder Umsetzungen zu überzeugen. Entscheidungen fielen schnell und waren wenig diskutierbar.

Werbeleiter oder die Verantwortlichen für die Unternehmenskommunikation sind, da im dauernden Kontakt mit Kreativen, neutraler, schauen auf Einhaltung der Vorgaben, haben aber auch "die Nase im Wind". Sind wiederum nicht Alleinentscheider. Sie sind gegenüber Geschäftsleitung und oder ihren Vorgesetzten verantwortlich. Sie müssen abwägen, was geht und was nicht, müssen Vermittler zwischen dem Gestalter und dem Unternehmen sein. Das macht die Prozesse naturgemäß komplizierter und langwieriger. Das Resultat kann jedoch oft auch innovativer sein – oder entsprechend der Persönlichkeit genau das Gegenteil.