ein persönliches Design-Bilderbuch

ein persönliches Design-Bilderbuch

39.00

„Alles Gegenwärtige
ist auf der Erfahrung
der Vergangenheit aufgebaut.
Also ist das Zukünftige
im Gegenwärtigen
bereits vorhanden.“

Adrian Frutiger, Grafik-Designer, Typograf

Was ist gutes Kommunikationsdesign? 

vier Statements

Vier Statements. Sie beziehen sich hier explizit auf Kommunikationsdesign, wie es allgemein verstanden wird.

Kommunikationsdesign hat heute jedoch durch die Vielfalt der Medien eine neue Bedeutung. Aber auch wenn sich neue Disziplinen wie Service Design oder Design Thinking als Gestaltung von Dienstleistungsprozessen verstehen, so ist Kommunikationsdesign immer noch ein Designbegriff, dem in erster Linie eine visuelle Bedeutung zukommt. Visuelle Kommunikation – und nicht das eingedeutschte „Communication Design“ – ist also der bei weitem treffendere Ausdruck.

Unternimmt man den Versuch und sucht den Begriff im „Netz“, trifft man schnell auf Grafikdesign. Eine Bezeichnung, die völlig "out" war und eine Renaissance erlebt – zusammen mit einer starken, malerischen Formensprache, die sich aus den Bildern und Vorbildern der 1960er Jahre inspirieren lässt.

Mein eigenes Verständnis zu meinem Beruf ist in erster Linie das visuelle Kommunizieren – die visuelle Kommunikation eben – einen Inhalt vermitteln, ein Produkt erklären, mit wenig Elementen etwas auf den Punkt bringen oder erzählen. Überhaupt – das Geschichtenerzählen...

Quantity:
Kaufen
 

Der Prozess, eine Form zu finden

Das „Blatt“, die Fläche ist weiß. Du packst alles rein, von dem du denkst, dass es drin sein müsste. Alles, was du die letzte Zeit aufgesogen und erfahren hast. Alles, was du gut findest – denn es ist Fakt: du musst neu starten. Das Leben schlägt nun einmal eigenartige Kapriolen.

Das seltsame ist: du freust dich. Du „musst“ nicht – nein, du „darfst“ endlich wieder! Also kommt jetzt alles aufs Papier bzw. in den Rechner.

Die Freude über das Gesammelte überwiegt und du schaust nicht so genau hin. Es beginnt einfach das Einsammeln – was da alles auftaucht! Völlig Vergessenes wird wieder lebendig. Du erkennst aus dem Abstand der vielen Jahre die eigene Handschrift, die du gar nicht vermutet hattest. Das Archiv ist doch vollständiger als gedacht – nur die Plakate sind leider alle weg. Sperrig, wie sie sind, haben sie irgendwie keinen Platz gefunden.

Der zweite Schritt ist das handwerkliche Aufbereiten – einen Foto-Etat hast du nicht, aber eine Kamera. Die ersten Versuche sind schrecklich! Aber nach und nach, vor allem durch die Tipps von Max und entsprechende Bearbeitung, werden die Bilder gewinnen die Bilder deutlich an Qualität.

Du sortierst jetzt chronologisch und teilst in Abschnitte ein. Die Projekte zu ordnen ist einfach – schwieriger wird es mit den Gedanken und der eigenen Meinung zum Beruf und was er bedeutet. Was sind meine „10 Gebote“ Was ist mein Statement, meine Haltung?  Auch hier packst du erst mal alles rein und bald wird klar – es wird zu viel. Alles zusammen gerät zum Mischmasch unterschiedlicher Gedanken und visueller Stile. Du hast dich auch wie so oft in bestimmte Darstellungen verliebt und es schmerzt ein wenig sie wieder zu löschen – schade, aber es passt einfach nicht... und mit den Gedanken, die du formulierst ist es ebenso. Du musst auf der Hut sein, um nicht mit guten und sehr respektierten Kollegen zu kollidieren, die bereits ähnlich formuliert und veröffentlicht haben. Letztendlich denken wir doch sehr ähnlich und haben auch ähnliche Erfahrungen gemacht. Also wird es auch ähnliche Sätze dazu geben. Das lässt sich nicht vermeiden.

Es wird jetzt klar, dass du nicht einfach ein Portfolio mit Bildchen machen kannst – es ist mehr da und du willst es zeigen. Du denkst, das überfordert doch den „Anschauer“ und Leser. Wer nimmt sich denn die Zeit? Das wird ja fast ein Buch und du beschließt, dass es ein Buch werden soll...